Warum professionelle Bilder jeden Lebenslauf und damit auch Ihre Bewerbung aufwerten. Nicht selten entscheidet das Bewerbungsfoto darüber, ob die Bewerbung überhaupt gelesen wird.

Zwar darf ein Arbeitgeber keinem Bewerber vorschreiben, ein Foto in die Bewerbungsunterlagen aufzunehmen – dennoch gilt es in unseren Breiten als Standard im Lebenslauf und wird vom größten Teil der Personalverantwortlichen in gewisser Weise erwartet.

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Der erste Eindruck

Das Foto auf der Bewerbung zu beurteilen ohne die Person kennen gelernt zu haben, hat nichts mit Oberflächlichkeiten zu tun, sondern damit, ob sich ein Kandidat für eine Stelle gut verkaufen kann. Alles Wesentliche wird man zur Gänze erst bei einem persönlichen Gespräch beurteilen können. Doch bis man als Personalberater, Firmenboss oder HR-Mitarbeiter jemanden überhaupt einlädt, muss man schon einen guten ersten Eindruck erhalten haben. Passt das Bild gar nicht, kommen viele gar nicht mehr auf die Idee, sich die Qualifikationen einer Person genauer anzusehen. Dabei entscheiden manchmal wenige Sekunden darüber, ob man auf einem Foto sympathisch und kompetent wirkt. Oder eben nicht.

 

No Go´s

Als absolutes No Go bei Bewerbungen gelten Urlaubsfotos aller Art oder unprofessionell beschnittene Bilder, auf denen noch das eine oder andere Körperteil einer weiteren Person abgebildet ist. Unvorteilhafte Schatten können das Bild negativ beeinflussen, verzichten Sie daher auch auf Selfies. Ein paar Euro mehr für ein vorteilhaftes Foto vom Professionisten sind hier, vorausschauend auf den Jobwechsel, eine gute Geldanlage.

Bevor man mit dem Shooting loslegt, sollte man mit dem Fotografen unbedingt klären, wofür die Bilder benötigt werden und welche Position in welcher Branche man anstrebt. Beim Durchlesen einer Bewerbung stellen Arbeitgeber oft den Vergleich zwischen den Karriere- und Ausbildungsstationen einer Person und dem dazugehörigen Bild her. Wenn das nicht zusammenpasst, ist die Gefahr groß, dass man als nicht authentisch abgestempelt wird und nicht in die nächste Runde kommt. Selbstverständlich gehören veraltete Bilder nicht in die Bewerbungsmappe. Im Zweifel sollte man neue Bilder machen lassen, wenn diese älter als zwei oder drei Jahre sind. Es sei denn, das Aussehen hat sich nicht wirklich geändert.

 

Individualität ist gefragt

Bei einem Fotoshooting ist es wichtig, Bilder zu kreieren, die dem Typ der Person entsprechen. Aus diesem Grund wird im Vorfeld in der Regel abgeklärt, welchen Eindruck man vermitteln möchte und auch wofür man sich bewirbt. Fotos für eine Kreativagentur dürfen anders ausfallen als Bilder für ein Finanzunternehmen. So kann man bei einer Kreativbewerbung auch ein Schwarzweiß-Foto verwenden, ein Ganzkörperbild oder eventuell nur einen Bildausschnitt.

Wichtig ist, dass Haare, Make-up und Kleidung passen. Dazu kommt dann noch das optimale Licht, eine professionelle Fotokamera und natürlich das geschulte Auge des Fotografen, der mit seiner Erfahrung beurteilen kann, was gut aussieht. Ist man sich unsicher bezüglich eines Outfits, kann man sicher auch mehrere mit ins Studio nehmen und gemeinsam mit dem Fotografen ausprobieren, was am besten wirkt oder worin man sich am wohlsten fühlt. Das ist Aufgabe des professionellen Fotografen, der sich Zeit nehmen sollte, den Kunden kennen zu lernen, Wünsche umzusetzen und höchste Qualität zu liefern.

 

Checkliste für gute Bewerbungsbilder

  • Wofür werden die Bilder benötigt und welche Position in welcher Branche strebt man an
  • Kleidung, was entspricht dem Branchen Dress Code und der Zielposition
  • Haarschnitt und Rasur für ein gepflegtes Äußeres
  • Make up und Schmuckauswahl beachten (nicht übertreiben, Business-Look)
  • Charakter einer Person durch Bild ausdrücken und Sympathie vermitteln
  • Authentizität und Selbstsicherheit ausstrahlen, Körperhaltung dabei beachten
  • Format mit Fotografen besprechen
  • Farbfotos bei „seriöseren“ Jobs, da man so authentischer wirkt
  • Mut für kreativere Bildansätze bei Kreativjobs (z.B. Bildausschnitt, schwarzweiß, Ganzkörperfoto)
  • optimales Licht, das vorteilhaft wirkt
  • gute Fotoqualität durch professionelle Kamera

 

Inhalte zählen

Der erste Eindruck eines professionellen Bewerbungsfotos stellt einen attraktiven Eye-Catcher dar. Bei aller Wichtigkeit, darf man aber nicht vergessen, dass die Inhalte des Lebenslaufes zählen.

Als langjähriger Personalberater und Karrierecoach stehe ich Ihnen hier gerne für eine Optimierung oder Neugestaltung zur Verfügung! 

 

 
 
(Bildnachweis: Fotolia)